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Berlin Fashion von Julia Stelzner {Rezension}

Buchcover Berlin Fashion von Julia Stelzner

{Anzeige} Das Buch Berlin Fashion von Julia Stelzner verspricht, alles Wissenswerte über Mode in Berlin zu verraten. Im Hinblick auf die Fashion Week, die diese Woche wieder in Berlin stattfindet, hatte ich richtig Lust mehr über die Berliner Mode zu erfahren. Hat Berlin tatsächlich einen eigenen Style? Was ist in Sachen Mode besonders typisch Berlin?

* Anzeige – Das Buch wurde mir als Rezensionsexemplar von Randomhouse kostenlos zur Verfügung gestellt.
Meine Buchkritik wurde dadurch nicht beeinflusst und ist meine persönliche Meinung.

Berlin Fashion von Julia Stelzner

Berlin Fashion: Labels x Lifestyle x Looks von Julia Stelzner (Verlag: Prestel*), Paperback, Broschur, 192 Seiten, 21,95 €, erschienen am 17.03.2014

Auf dem gelben Cover ist nicht die Modejournalistin Julia Stelzner abgelichtet, sondern das Model Franzi Müller. Das Cover gefällt mir nicht unbedingt, weil ein knalliges Gelb einfach nicht meine Farbe ist. Hätten mich das Thema und der Titel nicht interessiert, hätte ich mir das Buch dadurch wohl eher nicht ausgesucht. Auch das Inhaltsverzeichnis kommt im knalligen Gelb daher, welches du dir im Detail in der Leseprobe* ansehen kannst.

Der Inhalt von dem Buch gliedert sich in die folgenden Hauptkapitel, die allesamt mit tollem Bildmaterial gespickt sind:

  1. Label-Portraits über Berlins Modedesigner
  2. Stil-Interviews mit Berliner Persönlichkeiten
  3. Hintergrund-Essays
  4. Info-Teil mit Shopping-, Blog- und Magazin-Guide

Die einzelnen Inhalte (bis auf der Info-Teil, der am Ende zusammengefasst ist) sind wild gemixt, sodass es beim Lesen nicht langweilig wird. Mir hat diese Abwechselung gut gefallen und sie ermöglicht prima, dass das Buch nicht in einem Rutsch gelesen werden muss oder Kapitel übersprungen werden können. Ich habe das Buch an nur einem Sonntag gelesen und mich durchgeblättert. Man kann sich aber auch mehr Zeit lassen.

Buch Rezension Berlin Fashion Cover & Inhaltsverzeichnis

Die Label-Portraits

Die 25 Label-Portraits sind wohl das Kernelement in dem Buch und alle ziemlich gleich aufgebaut. Es gibt einen spannenden Text über den jeweiligen Designer und das Label inklusive Informationen zur Gründung und schöne Bildstrecken. Die Bildstrecken sind aus vergangenen Jahren und etwas älter, was natürlich mit dem Erscheinungsdatum von dem Buch zusammenhängt. Auch wenn nicht mehr alle Designer beziehungsweise Labels in Berlin ansässig sind, hat es dennoch Spaß gemacht, die Portraits zu lesen.

Mein Labelfavorit ist übrigens Kaviar Gauche, deren Hochzeitskleider ich einfach phänomenal finde (ich weiß schon jetzt, dass mein Hochzeitskleid später sicher einmal von dem Label sein wird). Erstmalig wurde ich übrigens auf Kaviar Gauche im Rahmen der Kooperation mit Zalando aufmerksam und hoffe, dass es noch einmal ein Revival geben wird. Denn nicht nur die Brautkleider sind super. Auch die Ready-to-Wear-Teile trafen genau meinen Geschmack und es ärgert mich, dass ich damals nicht zugeschlagen habe.

Buch Rezension Berlin Fashion Label-Portraits

Die Stil-Interviews

Besonders gefreut habe ich mich auf die 15 Stil-Interviews. Vor allem auf das Interview mit Marlene Sørensen, deren eigenes Buch „Stilvoll“ ich schon vorgestellt habe. Überrascht war ich darüber, dass doch auch einige Herren interviewt wurden. Nicht, weil Männer keinen Stil haben. Sondern, weil ich persönlich denke, dass eher Frauen zu so einem Buch greifen und Frauen es interessanter finden, über andere Frauen zu lesen. Jedenfalls geht es mir so. Bei den Stil-Interviews hat mir gefallen, dass es tolle Insider-Tipps über Berlin gibt. Julia Freitag verrät wie und wo sie gerne den Freitagabend in Berlin verbringt oder Jessica Weiß von Journelles, wo es sich gut frühstücken lässt.

Buch Rezension Berlin Fashion Stil-Interviews

Die Essays

In dem Buch sind 7 Essays zu finden. Alfons Kaiser schreibt in „Frisch erblüht“ über die Geschichte und Entwicklung der Berliner Mode. In „Investition in Mode“ schreibt Grit Rhönnissen über die finanzielle Förderung junger Modedesigner und in „Inspiration: Migration“ schreibt Lisa Strunz über Labels mit Migrationshintergrund. Im Essay mit dem Titel „Im Westen was Neues“ von Nicole Urbschat geht es um Shopkonzepte. Von Julia Stelzner selbst gibt es auch ein Essay. Und zwar „Pop-up, Pop weg“ über Pop-up Shops. Florian Siebeck stellt im Essay „Berlin Beautys“ mit Veruschka, Nadja Auermann, Eva Radberg, Luca Gasjus und Franzi Müller (die Dame vom Cover) fünf erfolgreiche Topmodels Berlins vor. Timo Feldhaus entführt in „Voll entspannt“ in die Welt der Berliner Männermode. Die Essays heben sich optisch mit bunten Seiten ab. Eine gute Idee, wie ich finde. In gleicher Aufmachung interviewt Franziska Klün die Gründerin von Common Works, Marte Hentsche.

Buch Rezension Berlin Fashion Essays

Mein Fazit über Berlin Fashion von Julia Stelzner

Mir hat das Buch im Großen und Ganzen gefallen. Während mir das Cover nicht so gut gefallen hat, sind die einzelnen Kapitel und Seiten dafür um so schöner gestaltet. Der gemischte Inhalt ist abwechslungsreich und die vielen Bilder lockern das Buch gekonnt auf. Ich habe neue Labels entdeckt, die ich vorher nicht auf dem Radar hatte und auch die Interviews & Essays sind interessant.

Hat Berlin tatsächlich einen eigenen Style und gibt es eine Antwort auf die Frage, was in Sachen Mode typisch Berlin ist? Ja und Nein. Die Stil-Interviews machen deutlich – egal ob Modejournalistin, Stylistin, PR-Agenturchefin, Blogger oder Unternehmer – jeder hat seinen eigenen Stil und jeder läuft in der Hauptstadt einfach rum, wie er mag. Vielleicht ist der Unterschied zu anderen Städten in Deutschland, dass man sich etwas einfallen lassen muss, um aufzufallen. Der bunte unangepasste Mix macht den Berlin Style besonders.

Wer sich für Mode & Berlin interessiert, der wird mit Berlin Fashion von Julia Stelzner glücklich. Wäre das Buch etwas für dich oder interessiert dich Berlin nicht die Bohne?

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14 Comments

  • Reply
    Jimena
    19. Januar 2017 at 7:04

    Als großer Berlin-Fan interessiere ich mich natürlich auch für die dortige Mode 🙂 Dieses Buch werde ich mir mal merken!

    Liebe Grüße
    Jimena

    • Reply
      Saskia
      20. Januar 2017 at 5:03

      Es ist zwar schon etwas älter, aber das hat mich nicht weiter gestört. An sich ist es ganz toll gemacht.

  • Reply
    CHRISTINA KEY
    19. Januar 2017 at 7:59

    Das hört sich nach einem sehr coolen Buch an! 🙂
    Danke für die ausführliche Vorstellung.

    XX,
    Christina

    • Reply
      Saskia
      20. Januar 2017 at 5:06

      Auf jeden Fall war der Inhalt spannend und es gab eine gute Mischung, weil die Kapitel doch sehr unterschiedlich sind.

  • Reply
    Kristina Dinges
    19. Januar 2017 at 8:37

    Das hört sich wirklich interessant an. Etwas stören würde mich wahrscheinlich auch, dass Männer interviewt werden. Da interessieren mich doch andere modebegeisterte Frauen.

    Liebe Grüße Kristina

    • Reply
      Saskia
      20. Januar 2017 at 5:08

      Das war ok insoweit ok, dass es ja nicht nur Männer waren. Trotzdem fand ich die Interviews der Damen interessanter. Das hat mich mehr interessiert und angesprochen. Ich hätte gerne einmal gewusst, ob sich auch Männer so ein Buch kaufen. Mein Freund meinte ganz klar nein, aber er ist auch nicht so modebegeistert wie ich. Nicht, dass er sich schlecht anziehen würde, nicht gerne shoppen geht oder wenig Zeit in seinen Look investiert. So ist es nicht. Er würde aber sicher keine Bücher darüber lesen und ihn interessiert es null was andere Männer denken und anziehen.

  • Reply
    Tina Carrot
    19. Januar 2017 at 12:31

    Liebe Saskia,

    danke für die tolle Rezension! Ich muss auch gestehen: ich hätte mir das Buch nicht selbst gekauft. Zum einen finde ich das Cover für mich auch nicht ansprechend, zum anderen bin ich auch einfach nicht so das Berlin-City-Girl.

    Dafür finde ich den Inhalt dann doch spannend – erinnert mich ein wenig an Cologne’s got Style. Kaviar Gauche finde ich übrigens auch toll, wobei ich noch nicht genau sagen könnte, ob ich mal als Hochzeitskleid auch wirklich ein KG-Kleid haben will, denn sie sind schon recht modern und speziell. Die Ready-to-Wear-Stücke finde ich auch ganz zauberhaft! 🙂

    Ganz liebe Grüße,
    Tina

    • Reply
      Saskia
      20. Januar 2017 at 5:11

      Das stimmt. Ein Berlin-City-Girl bin ich auch nicht und mich verbindet mit der Stadt rein gar nichts (außer, dass meine Cousine vor ein paar Jahren dort hin gezogen ist).
      Cologne’s got Style habe ich nicht gelesen. Da kann ich nicht mitreden. Sicher gibt es noch weitere ähnliche Berlin-Bücher. Zu dieser Zeit gab es wohl eine kleine Welle und Berlin war überall Thema.
      Kaviar Gauche mochte ich von Anfang an und habe auch den Instagramaccount abonniert. Jedenfalls würde ich dort als erstes nach einem Kleid schauen. An einem selbst muss das Kleid ja wirken und nicht an einem Model. Trotzdem habe ich schone einige Kleider gesehen (die waren dann doch tatsächlich etwas schlichter), in denen ich heiraten würde.

  • Reply
    Inga
    19. Januar 2017 at 19:22

    Eine tolle Rezension 🙂
    Das gelb ist auch nicht so unbedingt meins- aber der Inhalt klingt toll!
    Liebe Grüße
    Inga

    • Reply
      Saskia
      20. Januar 2017 at 5:11

      Danke. Es nützt ja kein schönes Cover, wenn der Inhalt nicht passt.

  • Reply
    Jana
    20. Januar 2017 at 6:59

    Das Buch klingt ganz interessant. Allerdings muss ich gestehen, dass ich die anderen Fashion Bücher, die du vorgestellt hast, wohl eher kaufen würde. Hier spricht mich einfach schon das Cover nicht wirklich an.

    Liebe Grüße,
    Jana

    • Reply
      Saskia
      21. Januar 2017 at 7:40

      Das mit dem Cover finde ich auch wirklich blöd. Ich denke, dass das Buch mit einem anderen Cover viel beliebter geworden wären, wenngleich der Inhalt gut ist.

  • Reply
    Carrie
    20. Januar 2017 at 7:19

    Danke für deinen interessanten Beitrag

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